Sorgerecht

Hier finden Sie die Rechtsgrundlagen für Fragen des Sorgerecht, der Verbleibensanordnung und des Umgangsrechts.

Fragen des Sorgerecht sind für Pflegeeltern immer wieder von Bedeutung. Oft kommt es zu Unsicherheiten, wer welche Entscheidungen treffen darf, ob Umgang gewährt werden muss und ob nicht ggf. eine Verbleibensanordnung für das Kind beantragt werden sollte.

Folgende Paragraphen sind für Pflegeeltern besonders relevant:

 

Voraussetzungen:

Ist ein Pflegekind in seiner Pflegefamilie integriert und wird es auf Dauer dort verbleiben, können auch die Pflegeeltern zum Pfleger oder Vormund bestellt werden und damit das Sorgerecht oder Teile des Sorgerechts erhalten.

Das Familiengericht achtet bei der Entscheidung vor allem darauf, dass Sie nach Ihren persönlichen Verhältnissen und Ihrer Vermögenslage sowie nach den sonstigen Umständen zur Führung der Vormundschaft/Pflegschaft geeignet sind.

Sie können die Vormundschaft / Pflegschaft nur dann übertragen bekommen, wenn Sie volljährig und geschäftsfähig sind.

 

Verfahren:

Entweder werden Sie dem Gericht vom Jugendamt vorgeschlagen, oder Sie machen diesen Vorschlag selbst vor Gericht. Im letzten Fall muss das Jugendamt dann zu diesem Vorschlag eine Stellungnahme abgeben.

Das Gericht entscheidet über Ihren Antrag unter Berücksichtigung des Wohles des Kindes und bestellt Sie zum Pfleger oder Vormund. Mit Handschlag an Eides statt verpflichtet der Richter oder die Richterin den Vormund zu gewissenhaften Wahrnehmung seiner Aufgabe.

  • Wenn über die Änderung des Sorgerechts entschieden wird, müssen folgende Parteien angehört werden:
    • das Jugendamt
    • die leiblichen Eltern (falls sie das Sorgerecht noch besitzen)
    • das Kind, wenn es älter als 14 Jahre ist
      (Grundsätzlich gilt: Je älter das Kind ist, desto schwerer wiegt seine Auffassung.)
    • die Pflegeeltern
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